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Karl-Arnold-Schule, Ratingen

› www.karl-arnold-schule.de

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Mit Projektbeginn im Schuljahr 2006/07 wurde an der Karl-Arnold-Schule in Ratingen Kinderyoga auf Basis des KOP® Körperorientierten Programm nachhaltig sowohl im Vormittags- als auch im Nachmittagsbereich etabliert.

Durch Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte und freiwillig erfolgte Weiterbildungen gelang eine Etablierung der vermittelten Inhalte auf hohem Niveau (› Bericht der Schulleiterin zum Projektverlauf).
Flankierend erfolgte die Einführung eines Streitschlichter-Trainings an der Schule.

Projektbeschreibung

KOP-Ausbildung
Im Rahmen des Projektes absolvierten zwei pädagogische Fachkräfte der Schule (Schulleiterin/Erzieherin im offenen Ganztag) die KOP-Ausbildung. Auf diese Weise konnte eine gute Verzahnung von Angeboten im Vormittags- und Nachmittagsbereich erreicht werden.
Eine besonders hohe Qualität der Kinderyoga-Angebote an der Karl-Arnold-Schule wurde darüber durch eine Weiterbildung der Erzieherin im Rahmen der ZOY-Ausbildung (Link zu ZOY-Ausbildung (Zielgruppenorientierte Yogalehrerausbildung) gewährleistet, so dass im Laufe der Zeit weitere Kinderyoga-Fördermethoden in die tägliche Arbeit integriert werden konnten. › KOP-Ausbildung

Fortbildung „Bewegtes und entspanntes Lernen“
Da die GZP Gesellschaft für Zentrierungspädagogik im Durchführungszeitraum gleichzeitig mit mehreren Ratinger Schulen zusammenarbeitete, wurde das Kollegium der Karl-Arnold-Schule zu einer gemeinsamen Fortbildung mit anderen Schulen eingeladen. Das Angebot stieß auf großes Interesse und wurde von der Hälfte des Kollegiums wahrgenommen. Im Anschluss bildeten sich pädagogische Fachkräfte der Schule auf eigene Initiative weiter fort, um ihr Wissen zu vertiefen. › Fortbildung „Bewegtes und entspanntes Lernen“

Streitschlichter-Training

Um einen nachhaltigen Entwicklungsprozess in Richtung „Gesunde Schule“ einzuleiten, sollten im Idealfall verschiedene Maßnahmen ineinandergreifen. Als zusätzlich flankierende Maßnahme zum KOP® Körperorientierten Programm wurde an der Karl-Arnold-Schule daher ein Streitschlichter-Training etabliert.

Finanzierung

Finanziell unterstützt wurde die Durchführung aus Mitteln des Projektes „Gesunde Schule“ der Techniker Krankenkasse.


Abschlussbericht zum Projekt „Gesunde Schule“

Ulrike Niermann (Schulleiterin)

Bemühungen des Bildungs- und Gesundheitswesens, gesundheitsförderliche Maßnahmen strukturell in die immer komplexer werdende, alltägliche Lebenswelt von Kindern zu integrieren, gehören zu den wichtigen Aufgaben unserer Zeit.

In diesem Zusammenhang ist auch an der Karl-Arnold-Schule in Ratingen der Bedarf an Förderung für zunehmend unruhiger und im Sozial- und Lernverhalten auffälliger werdende Kinder in den letzten Jahren stetig gewachsen. Um entsprechend reagieren zu können, halten wir durch Fortbildung und Anpassung unser unterrichtlichen Arbeit, sowie bei der Aus- und Neugestaltung des Schulraumes, diese Problematik im Blick.

In dem Programm unserer Schule haben die Themen „Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung“ im Rahmen der „Bewegten Schule“ zum einen den Einsatz aller Strategien, die den Gesundheitszustand verbessern zum Inhalt, zum anderen das pädagogische Handeln, das auf langfristige Wirksamkeit angelegt ist und zum möglichst kompetenten und selbstständigen Umgang mit der eigenen Gesundheit führt. Gleichzeitig bietet das Modell der „Bewegten Schule“ verschiedene Möglichkeiten der Förderung.

Im Kollegium und auch in Teilen der Elternschaft ist das Bedürfnis und die Bereitschaft groß, nach alternativen Möglichkeiten zur Förderung der Wahrnehmung und Konzentration zu suchen und sich mit diesen intensiv auseinanderzusetzen.

Erfahrungen und Kompetenzen im Kollegium waren insoweit vorhanden, als eine Kollegin bereits an einer Fortbildung zum o.g. Thema in vergangenen Jahren teilgenommen hat und über gute Erfahrungen mit diesem Programm berichtete. Eine weitere Kollegin widmet sich dem Bereich „Entspannung“. Unsere Sportlehrerinnen fühlen sich ebenfalls dem Bereich der Gesundheitsfürsorge im besonderem Maße verpflichtet. Im Ganztagsbereich wurde eine Kollegin bereits im Bereich „Kinderyoga“ (KOP) geschult und konnte ihre Erfahrungen schon im Nachmittagsangebot einbringen. In Ansätzen ist ihr Einsatz auch im Team im Rahmen eines „Förderbandes“ im Vormittagsbereich auf den Weg gebracht worden.

Im Vorlauf zum o.g. Projekt fand im Rahmen eines Wochenendseminars zur Multiplikatorenausbildung eine ausführliche theoretische und praktische Einführung statt.

Das Programm des körperorientierten Kinder-Yogas (KOP) ist für Vorschulkinder und Grundschulkinder konzipiert. Um Kinder zu stärken, die den Wechsel vom Kindergarten in die Grundschule vollziehen und sich neu orientieren und einfinden müssen, ist es also ideal. Den Kindern wird ein Repertoire an Übungen vermittelt, die sie auch in außerschulischen Umgebungen durchführen können. Die körperorienterten Übungen zielen auf eine ganzheitliche Wahrnehmung des Körpers und bieten somit auch die ganzheitliche Schulung und Förderung der Konzentrationsfähigkeiten.

Unsere Ziele während des Projektes sind:

  • Verbesserung der Konzentration
  • Verbesserung der Motorik
  • Verbesserung des Sozialverhaltens

Die Übertragung des Gelernten aus der Fortbildung erfolgte zunächst stufenweise in einem anfangs sehr lebhaften, aber der Lehrerin bekannten 2. Schuljahr. Da die das Projekt begleitende Lehrerin selbst zunächst Kenntnisse und Sicherheit in der korrekten Ausführung der einzelnen Körperhaltungen des yogaorientierten Programms (KOP) erlangen wollte, wurde zunächst der Begrüßungszyklus (die erste Stufe) im Schulvormittag installiert.

Danach erfolgte sukzessiv die Einführung weiterer Übungen.

Mit der Zeit ist das Interesse an KOP im Kollegium so stark gewachsen, dass sich zu einer weiteren Lehrerfortbildung von Frau Dr. Augenstein „Yogaorientierte Bewegungs- und Entspannungsangebote im Klassenzimmer“ fast die Hälfte des Kollegiums anmeldete. Die Veranstaltung wurde als sehr wertvoll und praxisnah zurückgemeldet.

Problematisch waren zeitweise das fehlende Zeitbudget, die entsprechenden, frei zugänglichen Räumlichkeiten und die fehlenden Unterlagen (Matten).

Um Abhilfe zu schaffen, ist für das neue Schuljahr eine Extrastunde im Stundenplan ausgewiesen, um das KOP-Training mit entsprechender Ruhe angemessen durchzuführen und mit dem Ziel, dieses im Schulalltag fest zu installieren. In Zukunft werden die neuen Räumlichkeiten in der Offenen Ganztagsschule für diese Förderstunden genutzt. Das Problem der Unterlagen erledigte sich durch die Anschaffung von 30 Matten.

Nach den bisher gemachten Erfahrungen im letzen Schulhalbjahr können folgende Aussagen gemacht werden:
Die Kinder unserer Schule haben die motivierenden und gut durchdachten Übungen mit sehr viel Freude aufgenommen und schnell als Bestandteil des Unterrichts akzeptiert. Interessant war zu beobachten, dass beispielsweise beim „Sonnengruß" mit zunehmender Übung die Leitung auf die Kinder überging. Einige Schülerinnen und Schüler hatten sich schon nach kurzer Zeit die Abfolge gemerkt und führten wie selbstverständlich durch das Programm. Vielfach wurde auch zurückgemeldet, dass Teile des Programms zu Hause durchgeführt wurden. Die Kinder, die im Rahmen eines Förderbandes den Förderbaustein „Wahrnehmung und Konzentrationsförderung“ belegten, freuten sich besonders auf die Kinderyogastunde, die durch eine geschulte Kollegin aus dem Ganztag in den Räumen der Offenen Ganztagsschule durchgeführt wurde.

Inzwischen ist das Interesse an KOP stark gewachsen und die gewonnenen Erfahrungen konnten in den Dienst des Kollegiums gestellt werden. In zusätzlichen Fortbildungsveranstaltungen haben sich einzelne Mitglieder des Kollegiums selbstständig weitergebildet. Der rege Austausch über die Inhalte führte dazu, dass Materialien ausgetauscht, zusätzliches Material über die Schule bereitgestellt und kleinere Übungen und Tipps in den Unterricht aufgenommen wurden. Diese Übungen sind mittlerweile feste Bestandteile zur Konzentrationsschulung, aber auch zur Entspannung im Klassenunterricht.

Die Eltern der „Pilot-Klasse 2“ wurden zu Beginn des Projektes im Rahmen eines Elternabends informiert. Die Akzeptanz war von Anfang an sehr groß. Es ist der ausdrückliche Wunsch der Eltern, konzentrationsfördernde und ausgleichende Übungen in den Unterricht mit einzubeziehen. Eine Weiterführung des Projektes wird befürwortet. Es wird ebenfalls angeregt, Kinderyoga im Rahmen der „Bewegten Schule“ und als Fördermethode in das Schulprogramm mit aufzunehmen.

Zur Methode des KOP lässt sich festhalten, dass durch den kindgerechten und motivierenden Aufbau des Programms und die durchdachte und aufeinander aufbauende Abfolge der einzelnen Stunden eine konsequente Weiterentwicklung in den gewünschten Bereichen Konzentration, Motorik und Sozialverhalten erzielt werden kann.

Abschließende Ergebnisse für den schulischen Bereich lassen sich erst nach dem nächsten Schuljahr festhalten, da das komplette Programm dann zusammenhängend durchgeführt sein wird.
Für den Einsatz im Rahmen der Nachmittagsangebote durch eine geschulte Kraft im Ganztag, kann jedoch uneingeschränkt zurückgemeldet werden, dass eine Zunahme der Beweglichkeit, der Konzentration und der Verbesserung des Sozialverhaltens erreicht wurde.

Wir bedanken uns bei der Techniker-Krankenkasse für die großzügige Unterstützung dieses Projektes KOP, ohne die wir in dieser Form sicherlich nicht unser Basiswissen der Fördermöglichkeiten mit der Methode „Yoga“ und die schnelle konkrete Anwendung im Unterricht hätten erweitern können. Wir würden uns freuen, wenn wir zur Aktualisierung weiterhin an entsprechenden Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen könnten.

Bei Frau Dr. Suzanne Augenstein, der Projektpartnerin, möchte ich mich auch persönlich für die überaus professionelle und zielführende Vermittlung der vielfältigen Zusammenhänge von Konzentrationsstörungen und Bedingungen des Lernens in verschiedenen Dimensionen sowie für die vielen hilfreichen und kindgerechten Hinweise für die konkrete Umsetzung im Schulalltag bedanken.

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Letzte Aktualisierung: 07.04.2009