Suitbertusschule, Ratingen
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Mit Projektbeginn im Schuljahr 2004/2005 wurde an der Suitbertusschule in Ratingen das KOP® Körperorientierte Programm und Kinderyoga auf Basis des KOP als fester Bestandteil des Schulprogramms etabliert.
Projektbeschreibung
KOP-Durchführung
In einer ersten Projektphase wurde das KOP im ersten Schulhalbjahr 2004/2005 im Rahmen von Sportförderunterricht mit allen Kindern der 1. Klassen durchgeführt. Das Training erfolgte durch KOP-Übungsleiterinnen, mit teilnehmender Beobachtung der Klassenlehrerinnen, der Schulsozialpädagogin und der Projektleiterin. Ziel war das frühzeitige Erkennen motorischer und weiterer Auffälligkeiten und die Einleitung von Fördermaßnahmen, um negativen Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Schüler/Innen vorzubeugen. › KOP-Durchführung
Vor Beginn der Maßnahme werden motorische Fähigkeiten der Kinder in einem Pretest mit dem HAKI (Haltungstest für Kinder) überprüft. Eine weitere Überprüfung mit dem HAKI erfolgt nach dem ersten Schulhalbjahr (Post 1) und am Ende des ersten Schuljahres (Post 2).
Im Anschluss an die erste Projektphase im ersten Schulhalbjahr und nach Abschluss der Tests erfolgte eine Abstimmung der Projektbeteiligten über notwendige Förderschwerpunkte.
In einer zweiten Projektphase im zweiten Schulhalbjahr wurde das KOP mit gezielten Förderschwerpunkten in Kleingruppen durchgeführt.
Trommeln als flankierende Maßnahme zum KOP
Mit dem Ziel, Gemeinschaft freudig erfahrbar werden zu lassen, erhielten alle Kinder der Klassen 1 – 4 von Februar bis Juni 2005 Trommelunterricht als flankierende Maßnahme zum KOP, wobei die jeweiligen Klassenlehrer hospitieren. In einem zusätzlichen Workshop wurden Lehrer/Innen qualifiziert, das Training im Anschluss an die Durchführung selbständig weiterführen zu können.
Mit Trommeln als Maßnahme zur Verbesserung des Sozialverhaltens lagen zum Zeitpunkt des Projektbeginns bereits vielfache positive Erfahrungen an Brennpunktschulen im Rahmen des Projekts Muse der Yehudi Menuhin Stiftung vor. Um den Erkenntnisstand zum Thema weiter zu verbessern, wurde das Projekt von Dr. Suzanne Augenstein, GZP Gesellschaft für Zentrierungspädagogik evaluiert. Zu diesem Zweck erfolgten Befragungen der Zielgruppen sowie eine Evaluation der Durchführung mit Hilfe von Tonaufnahmen.
Nachhaltigkeit
Eine hohe Nachhaltigkeit der Maßnahme wurde dadurch gewährleistet, dass zwei Lehrkräfte der Schule und die Schulsozialarbeiterin die KOP-Ausbildung absolvierten, die darüber hinaus kontinuierlich Fortbildungen zum Thema „Bewegtes und entspanntes Lernen“ besuchen. Auf diese Weise war ein Transfer der eingeführten Methoden in den Schulalltag auf hohem Niveau möglich und das Projekt konnte dazu beitragen, eine Schulentwicklung in Richtung „Gesunde Schule“ wirksam zu unterstützen.
Finanzierung
Die Durchführung des Projektes wurde von der Techniker Krankenkasse im Rahmen des Projektes „Gesunde Schule“ finanziell unterstützt. Darüber hinaus leisteten Eltern einen finanziellen Beitrag zur Durchführung des Trommelprojektes und der Förderverein beteiligte sich an der Anschaffung von Trommeln.