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Zentrierung und Pädagogik

Maria Montessori war die erste, die den Zustand der Zentriertheit zum Dreh- und Angelpunkt ihrer Pädagogik machte, den sie als “Polarisation der Aufmerksamkeit” bezeichnet.

Im Gegensatz zu der auch heute noch weit verbreiteten Vorstellung vom sprunghaften, unkonzentrierten Geist des Kindes beobachtete Montessori bei Kindern eine hoch entwickelte Fähigkeit, sich auf eine selbst gewählte Aufgabe konzentrieren zu können. Sie entdeckte, dass Kinder über eine außerordentliche Konzentrationsfähigkeit verfügen, mit der sie ihre Entwicklung vorantreiben und Leistungen vollbringen, die dem Erwachsenen nicht mehr möglich sind, zum Beispiel der völlig anstrengungslose Spracherwerb. Eine solche Konzentrationsfähigkeit wie bei kleinen drei- bis vierjährigen Kindern zeigt sich sonst nur beim Genie. Die Entdeckung dieser enormen Konzentrationsleistung des Kindes wurde zur Grundlage ihrer Pädagogik (vgl. Montessori 1969; 1076).

Wenig bekannt und erforscht ist, wie viel ihrer Inspiration sie dem Kontakt mit der Gedankenwelt Indiens verdankte. Sicher ist, dass sie ihr eigentliches Hauptwerk im hohen Alter in Indien verfasste.

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© Copyright 2008 Gesellschaft für Zentrierungspädagogik e.V.
Letzte Aktualisierung: 12.02.2008