Zentrierungspädagogik
Der 2002 von Augenstein geprägte Begriff “Zentrierungspädagogik” kennzeichnet eine interdisziplinär ausgerichtete pädagogische Richtung, deren zentraler Gegenstand das Herstellen und Aufrechterhalten einer zentrierten inneren Verfassung darstellt – als optimaler Ausgangspunkt für jegliches Handeln und Ziel der pädagogischen Bemühungen. Verortet im Kinderyoga zeichnet sich die Zentrierungspädagogik durch theoriegeleitetes Vorgehen, Transparenz bei Methoden, Qualitätssicherung auf wissenschaftlicher Basis und fortlaufende Qualitätsentwicklung aus.
Theoriebildung
Die theoretische Fundierung bezieht die Zentrierungspädagogik hauptsächlich aus der Yoga-Philosophie und der Montessori-Pädagogik. Einen ersten Ansatz zur Theoriebildung findet sich in Augenstein (2003). Die Reflektion weiterer theoretischer Einflüsse aus Neurobiologie, Soziologie, Entwicklungspsychologie, Philosophie, Sonderpädagogik und Sportpädagogik steht noch aus.
Methoden
Kennzeichnend in praktischer Hinsicht ist eine grundsätzliche Offenheit für alle Methoden, die dem Ziel der Zentrierung dienen und die zum Zustand der Zentriertheit führen. In adaptierter Form finden Methoden des Yoga hier ebenso ihren Platz wie künstlerische Ansätze, therapeutische Angebote und Verhaltenstrainings.